Digital Smart SolutionsJan Stürkat
Anleitung

RF Lotse, Bedienungsanleitung

Stand: 25.10.2026Projekt: RF Lotse, Version 1.3.0Bearbeitet: Jan Stürkat, Digital Smart Solutions
RF Lotse
RF Lotse

Das Wichtigste in Kürze

RF Lotse macht aus einem RF Explorer ein Werkzeug für die Funkkoordination auf Veranstaltungen. Das Programm zeigt das Spektrum live mit Wasserfall, findet freie Frequenzen und rechnet einen Frequenzplan ohne Intermodulation. Es liest den vorhandenen Frequenzplan aller Räume ein, prüft ihn auf Konflikte und sucht für einen gestörten Kanal eine Ausweichfrequenz, die es gleich nachmisst. Scans der Shure-Empfänger aus Wireless Workbench lassen sich zum Vergleich darüberlegen. Es überwacht einzelne Frequenzen und protokolliert jeden Aussetzer mit Uhrzeit. Eingebaut sind eine Datenbank mit rund 1060 Frequenzbändern von 27 Herstellern, dazu WLAN, Bluetooth, Funk-DMX und Mobilfunk, und die Zuteilungen für Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien und Großbritannien.

AufgabeSo geht es
Programm startenRF Lotse aus „Programme" (Mac) oder dem Startmenü (Windows) öffnen
Band eines Geräts ansehenrechts unter „Datenbank" Hersteller oder Band eintippen, Treffer anklicken
Vorhandenen Plan einlesenrechts unter „Vorhandene Frequenzen" auf „Importieren …" oder „Einfügen"
Ausweichfrequenz für einen gestörten Kanalin der Liste beim Kanal auf „Ausweichen"
Freie Frequenzen berechneneinige Durchläufe abwarten, unter „Frequenzplan" auf „Berechnen"
Shure-Scan vergleichenüber dem Spektrum „Scan laden …" oder die Datei auf das Spektrum ziehen
Aussetzer einer Strecke findenFrequenz anklicken, beim Marker „Beobachten" wählen
Ruhigsten Platz für eine eigene Strecke im WLAN-Band findenrechts unter „Funkaktivität in WLAN-Bändern“ das Band wählen, einige Minuten messen lassen
Land für die ZuteilungenAuswahl neben „Zuteilungen einblenden"
Sprache wechselnZahnrad oben rechts, „Sprache“
Nach einem Einsatz neu beginnenMenü „Ablage“ (Mac) oder „Datei“ (Windows), „Neues Projekt …“

Voraussetzungen

PunktAnforderung
MessgerätRF Explorer, getestet mit 6G Combo Plus (WSUB1G+ und 6G+), Firmware 3.39
MacmacOS 11 oder neuer, Apple Silicon
WindowsWindows 10 oder 11, 64 Bit, auch Windows auf ARM
VerbindungUSB-Kabel (Mini-USB) zum RF Explorer
Internetnicht nötig, das Programm läuft vollständig lokal

Installation

SystemSchritte
MacRF-Lotse-macOS-latest.dmg öffnen und „RF Lotse" auf „Programme" ziehen. Die App ist von Apple geprüft und startet ohne Warnung.
WindowsRF-Lotse-Windows-Setup-latest.exe ausführen. Beim ersten Start meldet Windows „Unbekannter Herausgeber": auf „Weitere Informationen", dann „Trotzdem ausführen". Installiert wird nur für den angemeldeten Benutzer, Administratorrechte sind nicht nötig.

Den USB-Treiber für den RF Explorer (Silicon Labs CP210x) bringen macOS und Windows in der Regel selbst mit. Erscheint unter Windows kein Gerät, den Treiber von Silicon Labs installieren.

Antennen richtig anschließen

Die beiden SMA-Buchsen gehören zu verschiedenen Messmodulen. Aktiv ist immer nur eine davon, RF Lotse schaltet automatisch um.

Antennenzuordnung
Antennenzuordnung
BuchseModulBereichAntenne
linksHauptmodul WSUB1G+50 kHz bis 960 MHzgrau, goldene Mutter (UHF 400 bis 900 MHz)
rechtsErweiterung 6G+240 MHz bis 6,1 GHz, mit Wideband-Lizenz bis 7,5 GHzschwarz, schwarze Mutter (5,8 GHz)

Unter 960 MHz misst RF Lotse automatisch mit der linken Buchse, darüber mit der rechten. Welche Buchse gerade misst, steht in der Plakette oben rechts („Hauptmodul, Antenne links“ oder „Erweiterung, Antenne rechts“).

Ein Klick auf die Plakette legt die Antenne von Hand fest: „Automatisch“ (Vorgabe), „Antenne links (Hauptmodul)“ oder „Antenne rechts (Erweiterung)“. Das hilft, wenn man um 960 MHz herum arbeitet und RF Lotse sonst zwischen den Antennen wechselt. Bei fester Wahl steht „(fest)“ in der Plakette, und der Messbereich ist der des gewählten Moduls; ein Bereich außerhalb wird dorthin geschoben. Beim 6G Combo+ können beide Module 240 bis 960 MHz messen. Die Wahl gilt bis zum Programmende, beim nächsten Start misst RF Lotse wieder automatisch.

Den Messbereich beider Module fragt RF Lotse beim Verbinden vom Gerät ab. Ein 6G Combo+ mit Wideband-Lizenz und Firmware ab 3.36 misst deshalb ohne weitere Einstellung bis 7,5 GHz. Sind die Antennen vertauscht, erscheint das UHF-Band 20 bis 30 dB zu schwach.

Grenzwerte beachten

Betriebsarthöchste Eingangsleistung
direkt+10 dBm
mit eingeschaltetem LNA (Vorverstärker am Gerät)−20 dBm
mit internem Abschwächer+30 dBm

Den RF Explorer nie direkt an einen Senderausgang anschließen. In der Nähe von Sendeantennen (IEM-Combiner, Videosender) den LNA am Gerät ausschalten. Quelle: RF Explorer User Manual, Seite 47.

Starten und beenden

  1. RF Explorer per USB anschließen und einschalten.
  2. RF Lotse starten. Das Programm öffnet ein eigenes Fenster.
  3. Oben rechts zeigt eine Plakette die Quelle: „RF Explorer WSUB1G+ + 6G+" bei angeschlossenem Gerät, „Simulator" ohne Gerät.
  4. Zum Beenden das Fenster schließen. Die Messung endet, der USB-Anschluss wird frei. RF Lotse startet den RF Explorer dabei neu, damit er den Fernsteuerbetrieb („Remote“ im Display) verlässt; nach etwa drei Sekunden zeigt er wieder seine normale Anzeige. Dasselbe passiert beim Umschalten auf Simulator oder Wiedergabe.

Findet RF Lotse beim Start kein Gerät oder ist der USB-Anschluss von einem anderen Programm belegt, startet automatisch der Simulator. Er erzeugt ein Übungsspektrum mit TV-Blöcken, Funkstrecken und einer Strecke, die alle 23 Sekunden kurz aussetzt. Damit niemand es für eine Messung hält, steht groß „SIMULATOR“ im Spektrum, bei der Wiedergabe einer Aufnahme entsprechend „WIEDERGABE“. Über die Auswahl oben rechts lässt sich zwischen Gerät und Simulator wechseln.

Wird der RF Explorer im laufenden Betrieb abgesteckt, wechselt RF Lotse nicht auf den Simulator. Die Plakette zeigt „Gerät nicht angeschlossen“, das Spektrum wird geleert. Sobald das Gerät wieder steckt, verbindet sich RF Lotse von selbst, ohne Neustart. Dasselbe gilt, wenn unter „Quelle“ das Gerät gewählt ist, aber keines steckt.

Der RF Explorer kann immer nur von einem Programm gleichzeitig benutzt werden. Läuft RF Lotse, haben Wireless Workbench, Touchstone oder RF Explorer for Mac keinen Zugriff.

Die App öffnet keinen Netzwerkanschluss. Oberfläche und Messung sprechen direkt miteinander, ein Zugriff von anderen Geräten oder aus dem Browser ist deshalb nicht möglich.

Die Oberfläche

Gesamtansicht
Gesamtansicht
BereichInhalt
KopfzeileStart und Stopp oder Mitte und Spanne, Auflösung, Voreinstellungen, Quelle mit Antennenwahl, Aufnahme, Einstellungen
WerkzeugleisteKurven ein- und ausblenden, TV-Kanäle, WLAN-Kanäle, Scan laden, Hold zurücksetzen, Zurück
Spektrumblau die aktuelle Messung (Live), orange der Max-Hold, grau auf Wunsch der Mittelwert, grün ein geladener Scan. Violette Linien sind die vorhandenen Frequenzen. Im UHF-Bereich sind die TV-Kanäle K21 bis K69 hinterlegt.
WasserfallVerlauf über die Zeit, neueste Zeile oben, Uhrzeiten am linken Rand, Farbskala am rechten Rand. Gelb bis rot heißt starkes Signal.
SeitenleisteDatenbank, vorhandene Frequenzen, Frequenzplan, Marker, Beobachtung, Aufnahmen, Ereignisse. Ein Klick auf eine Überschrift klappt den Abschnitt zu oder auf, RF Lotse merkt sich den Zustand.

Projekt und Anleitung stehen in der Menüleiste des Programms:

MenüEinträge
Ablage (Mac) oder Datei (Windows)Neues Projekt …, Projekt öffnen …, Projekt sichern … (Mac) bzw. speichern … (Windows), unter Windows zusätzlich Einstellungen …
HilfeRF Lotse Anleitung, öffnet diese Anleitung in einem eigenen Fenster in der gewählten Sprache
RF Lotse (nur Mac)Einstellungen …

Tastenkürzel: ⌘N, ⌘O, ⌘S und ⌘, auf dem Mac, Strg+N, Strg+O, Strg+S und Strg+, unter Windows. Die Menüleiste richtet sich beim Start nach der gewählten Sprache, nach einem Sprachwechsel also erst beim nächsten Start.

Spektrum bedienen

AktionWirkung
Strg- oder ⌘-Taste und Mausrad, Zwei-Finger-Zoom auf dem Trackpadzoomt um die Mausposition
Ziehen, seitliches Scrollenverschiebt den Bereich
Umschalttaste und Ziehenzieht einen Bereich auf und zoomt hinein
Klicksetzt einen Marker
Doppelklicksetzt den Marker auf die nächste Signalspitze
Rücktaste oder „Zurück"vorherige Ansicht
Taste rMax-Hold und Mittelwert zurücksetzen, auch den gemerkten Hold anderer Ausschnitte

Das Mausrad allein zoomt nicht, damit beim Scrollen nichts versehentlich verspringt. Wer lieber ohne Taste zoomt, schaltet das in den Einstellungen ein. Der Zoom ist gedämpft und lässt sich auch mit der Magic Mouse gut dosieren.

Statt Start und Stopp lassen sich auch Mitte und Spanne eintragen. Es gilt das Paar, das zuletzt geändert wurde; „Übernehmen“ oder die Eingabetaste stellt den Bereich ein.

Frequenzen gehen in MHz mit Punkt oder Komma, oder ohne Trennzeichen in kHz: Eine ganze Zahl ab 10000 liest RF Lotse als kHz, 508700 ist also 508,700 MHz. Das gilt in allen Frequenzfeldern, auch bei Markern und vorhandenen Frequenzen.

RF Lotse misst einen Bereich bis 900 MHz Breite in einem einzigen Durchlauf des Geräts, wie die Software des Herstellers. Breitere Bereiche teilt es in möglichst wenige Abschnitte. Die Auflösung bestimmt, wie viele Punkte gemessen werden:

AuflösungPunkteBeispiel 5150 bis 5850 MHz
automatischein Punkt je zwei Bildschirmpixel, höchstens 1024
schnell112, bei sehr breiten Bereichen mindestens einer je 3 MHz234 Punkte, etwa 0,3 s
mittel512etwa 0,7 s
fein1024etwa 1,5 s
sehr fein2048etwa 3 s

Neben der Quelle oben rechts steht, wie viele Punkte gerade gemessen werden und wie lange ein Durchlauf dauert, auch bei „automatisch“. Jeder Wechsel des Bereichs kostet das Gerät eine kurze Kalibrierung; solange der Bereich gleich bleibt, misst es ohne Pause durch.

Wasserfall

Der Wasserfall reicht standardmäßig 12 Stunden zurück, einstellbar auf 1, 4, 12 oder 24 Stunden (Einstellungen). Er bleibt auch beim Zoomen und Verschieben erhalten. Ältere Zeilen erscheinen im neuen Ausschnitt, soweit sie ihn abdecken.

Die letzten 4000 Durchläufe bleiben in voller Genauigkeit. Ältere Zeilen speichert RF Lotse in Stufen von gut 0,5 dB. Kommen die Durchläufe schneller als nötig, legt RF Lotse benachbarte Zeilen zusammen und behält dabei den Höchstwert, kurze Spitzen gehen also nicht verloren. 24 Stunden belegen so etwa 60 MB Arbeitsspeicher.

AktionWirkung
Mausrad oder Ziehen im Wasserfallblättert in der Geschichte zurück und wieder vor
Bild ab, Bild aufblättert seitenweise zurück und vor, praktisch bei langer Geschichte
Endespringt zurück zur neuesten Zeile
„↕ − 1× +“ oben rechts im Wasserfall, Tasten + und −streckt die Zeitachse: Jede Messung wird 1 bis 16 Pixel hoch. Bei langsamen Durchläufen (über eine Sekunde) sind kurze Spitzen sonst nur einen Pixel hoch und leicht zu übersehen. Die Stufe bleibt gespeichert.
Strg- oder ⌘-Taste und Mausrad im Wasserfallzoomt wie im Spektrum um die Mausposition, seitliches Scrollen verschiebt
„▲ Live“springt zurück zur neuesten Zeile
Trennlinie über dem Wasserfall ziehenteilt die Höhe zwischen Spektrum und Wasserfall neu auf, Doppelklick stellt sie zurück
⤢ oben rechts im WasserfallWasserfall groß oder wieder klein

Die Uhrzeiten am linken Rand gehören zur jeweiligen Zeile. So lässt sich ablesen, wann ein Signal auftauchte oder verschwand.

Farbskala

Der senkrechte Balken am rechten Rand des Wasserfalls zeigt, welcher Pegel welche Farbe bekommt. Das weiß umrandete Fenster darin legt den Bereich fest: Pegel unter dem Fenster bleiben dunkelblau, Pegel darüber rot. Gut eingestellt liegt die Unterkante knapp unter dem Rauschen, dann bleibt das Rauschen dunkel und jedes Signal hebt sich ab.

AktionWirkung
Fenster in der Mitte ziehenverschiebt den Bereich
Ober- oder Unterkante ziehenändert den Bereich
Klick neben das Fenstersetzt die Mitte dorthin
Mausrad über der Skalaverschiebt, mit Strg oder ⌘ wird der Bereich enger oder weiter
Knopf „A“ unter der Skala oder Doppelklickstellt nach dem aktuellen Rauschen ein (4 dB darunter bis 56 dB darüber)

Die Einstellung bleibt nach dem Neustart erhalten. Die Kurzinfo des Balkens nennt den eingestellten Bereich in dBm.

Linie am unteren Rand

Bei schmalem Zoom im Hauptmodul (unter etwa 20 MHz Spanne) liegt das Rauschen oft unter dem Messbereich des RF Explorers. Das Gerät meldet dann nur noch wenige feste Werte um −140 bis −147 dBm, viele Punkte hintereinander gleich. Das Spektrum zeigt das als Linie am Boden, die Pegelachse reicht dafür automatisch bis −150 dBm, und ein Hinweis sagt: In diesem Bereich ist kein Signal. Ein echtes Signal erscheint trotzdem als Spitze darüber.

Voreinstellungen

VoreinstellungBereich
Shure G56470 bis 636 MHz
UHF Mikrofone gesamt470 bis 698 MHz
Duplexlücke822 bis 833 MHz
863 bis 865 MHz862 bis 866 MHz
1,8 GHz1780 bis 1810 MHz
DECT1875 bis 1905 MHz
2,4 GHz WLAN, Funkkameras2395 bis 2490 MHz
5 GHz WLAN5150 bis 5850 MHz
5,8 GHz Funkkameras, FPV5640 bis 5935 MHz
Hauptmodul gesamtbis 960 MHz
Allesganzer Bereich des Geräts, ein Durchlauf dauert dann deutlich länger

Eigene Voreinstellungen legt der Knopf + neben der Auswahl an: Er speichert den aktuellen Bereich unter einem Namen. Sie erscheinen in der Auswahl unter „Eigene“ und lassen sich dort mit „✕ … löschen“ wieder entfernen.

WLAN-Kanäle

Mit „WLAN-Kanäle“ in der Werkzeugleiste zeigt das Spektrum die Kanäle wie die TV-Kanäle: bei 2,4 GHz die Kanäle 1 bis 13, jeder mit einem eigenen hellen oder dunklen 5-MHz-Streifen um seine Mitte (die überlappungsfreien 1, 6 und 11 zusätzlich als dünne Klammer über ihre volle Breite), bei 5 GHz die Kanäle 36 bis 177 und bei 6 GHz die Kanäle von Wi-Fi 6E und 7, jeweils 20 MHz breit.

Ist die Funkaktivität ausgewertet (nächster Abschnitt), färben sich die Kanalnummern danach: grün ruhig, gelb mittel, rot viel Funk.

Funkaktivität in WLAN-Bändern

Funkaktivität im 5-GHz-Band (Simulator)
Funkaktivität im 5-GHz-Band (Simulator)

Der Abschnitt „Funkaktivität in WLAN-Bändern“ in der Seitenleiste zeigt, wie viel Funk in jedem WLAN-Kanal ist, und nennt den ruhigsten. Das hilft bei der Frage, wohin eine eigene Funkstrecke im 2,4- oder 5-GHz-Band soll, etwa eine Hollyland-Videostrecke, Shure GLX-D oder Funk-DMX. Diese Geräte stört genau die Energie, die der RF Explorer misst.

Was der RF Explorer nicht kann: Er ist ein Spektrumanalysator und misst nur Energie. WLAN-Pakete, Netznamen, Clients oder Datenverkehr sieht er nicht. Wie ausgelastet ein WLAN ist und auf welchen Kanal ein Access Point gehört, zeigt nur ein WLAN-Analysator, der die Pakete auswertet. Die Prozentzahlen hier sind deshalb keine WLAN-Auslastung.

  1. Auf „2,4 GHz“, „5 GHz“ oder „6 GHz“ klicken. Die Ansicht springt auf das Band, die WLAN-Kanäle werden eingeblendet.
  2. Einige Minuten messen lassen. Je länger, desto aussagekräftiger; ausgewertet werden die letzten zehn Minuten.
  3. Unter „Breite“ die Kanalbreite der geplanten Strecke wählen: 20, 40 oder 80 MHz. Bei 2,4 GHz rechnet RF Lotse immer mit 20 MHz.
  4. Die Liste ablesen. Ganz oben steht der ruhigste Kanal. Ein Klick auf einen Kanal zoomt hinein.
SpalteBedeutung
KanalWLAN-Kanalnummer, bei 40 und 80 MHz die gebündelten Kanäle, etwa „36 bis 48“
Balken und ProzentFunkaktivität: Anteil von Zeit und Kanalbreite mit Signal (grün unter 10 %, gelb unter 40 %, sonst rot)
dBmstärkster gemessener Pegel im Kanal
innenin der EU nur in Innenräumen zulässig (5150 bis 5350 MHz)
DFSGeräte müssen bei Radar den Kanal räumen, für feste Strecken ungünstig
SRD5725 bis 5875 MHz: in Deutschland keine WLAN-Zuteilung, nur Kurzstreckenfunk mit 25 mW

So rechnet RF Lotse: Für jeden Durchlauf bestimmt es das Rauschen dieses Durchlaufs und zählt, welcher Anteil der Kanalbreite mehr als 12 dB darüber liegt. Der Mittelwert über alle Durchläufe ist die Funkaktivität. Ein Kanal, in dem dauernd etwas über die volle Breite sendet, kommt so auf fast 100 %, ein Kanal mit gelegentlichen kurzen Stößen auf wenige Prozent. Weil das Rauschen je Durchlauf bestimmt wird, verfälscht Hineinzoomen die Rechnung nicht. Bei gleicher Aktivität empfiehlt RF Lotse Kanäle ohne DFS und ohne SRD-Grenze zuerst.

Grenzen: Ein Durchlauf dauert rund eine Sekunde, jeder Frequenzpunkt wird nur kurz angesehen. Die Zahlen sind eine Stichprobe und eher zu niedrig als zu hoch. Der RF Explorer erkennt nicht, ob ein Signal WLAN, eine Videostrecke oder eine Funkkamera ist; das zeigt am ehesten die Form im Wasserfall. Bei 6 GHz misst der RF Explorer 6G Combo Plus ohne Erweiterung nur bis 6100 MHz, also die Kanäle 1 bis 25.

Herstellerdatenbank und Zuteilungen

Datenbank mit eingeblendetem Band
Datenbank mit eingeblendetem Band

Die Datenbank enthält die Frequenzbänder von Funkmikrofonen, In-Ear-Systemen, Videofunkstrecken und Intercoms. Sie umfasst rund 880 Einträge von Shure, Sennheiser, Lectrosonics, Wisycom, Sony, AKG, Audio-Technica, beyerdynamic, Hollyland, Teradek, DJI, Riedel, Clear-Com und weiteren Herstellern.

Dazu kommen die Funksysteme, die auf Veranstaltungen im selben Spektrum arbeiten oder stören:

TypEinträge
NetzwerkWLAN 2,4, 5 und 6 GHz mit Kanälen und Leistungsgrenzen, Bluetooth Classic und Low Energy, Zigbee und Thread, Funk-DMX von LumenRadio (CRMX, CRMX2), Wireless Solution (W-DMX), Astera und RC4
Mobilfunkdie in Deutschland genutzten Bänder 700, 800, 900, 1500, 1800, 2100, 2600 MHz und 5G bei 3,6 GHz, Uplink und Downlink getrennt

Beim Mobilfunk ist besonders Band 20 wichtig: Handys im Publikum senden ab 832 MHz, direkt über der Duplexlücke für Funkmikrofone.

  1. Ins Suchfeld Hersteller, Serie oder Band eintippen, etwa G56, EW-DX, Mars oder Bolt. Mehrere Wörter grenzen weiter ein.
  2. Mit der Auswahl daneben nach Typ filtern: Mikrofon, In-Ear, Video, Intercom, Netzwerk, Mobilfunk.
  3. Einen Treffer anklicken. Die Ansicht springt auf das Band, das Band wird farbig hinterlegt. Mit der Rücktaste oder „Zurück“ geht es zum vorherigen Ausschnitt. Wer das Springen nicht möchte, schaltet es in den Einstellungen ab. Dann wird das Band nur eingeblendet, und ein Klick auf seinen Namen unter den eingeblendeten Bändern springt hin. Bei Geräten mit festen Kanälen, etwa Teradek Bolt oder FPV-Raceband, erscheinen die Kanäle als gestrichelte Linien.
  4. Es lassen sich beliebig viele Bänder gleichzeitig einblenden. Die ersten zwölf bekommen je eine eigene Farbe, danach wiederholen sich die Farben. Ab zwölf Bändern wird die Tönung im Spektrum schwächer, damit die Kurve lesbar bleibt. „Quelle" öffnet das Herstellerdokument, aus dem die Werte stammen.

Zuteilungen nach Land

Mit dem Häkchen „Zuteilungen einblenden" erscheinen die behördlichen Frequenzbereiche grau im Spektrum: Funkmikrofone, Videostrecken, Mobilfunk, DECT, WLAN, Fernsehen und Behördenfunk. Die Auswahl daneben bestimmt das Land. Die Regeln von EU und CEPT erscheinen immer. Fährt man mit der Maus über einen Eintrag, stehen die Bedingungen und die Fundstelle dabei.

LandInhaltGrundlage
DeutschlandFunkmikrofone, Videostrecken, DVB-T2, MobilfunkBundesnetzagentur, Vfg. 37/2026 und Frequenzplan
SpanienFunkmikrofone, Videostrecken, Behördenfunk, dazu die TV-Kanäle in Madrid einzelnCNAF (Orden TDF/732/2026), Plan Técnico Nacional TDT (RD 250/2025)
FrankreichFunkmikrofone, Videostrecken, TNT, BehördenfunkArcep-Entscheidungen, nationaler Frequenzplan TNRBF
ItalienFunkmikrofone, Videostrecken, Fernsehen, Behördenfunknationaler Frequenzplan PNRF
GroßbritannienFunkmikrofone mit Lizenzart, Videostrecken, Freeview, MobilfunkOfcom, IR 2030 und IR 2038

Alle Werte stammen aus Herstellerunterlagen oder Veröffentlichungen der Behörden. Einträge mit dem Zusatz „ungeprüft" ließen sich nicht vollständig belegen. Vor einer verbindlichen Planung die Quelle prüfen, maßgeblich ist immer die Behörde des jeweiligen Landes.

Vorhandene Frequenzen

Vorhandene Frequenzen mit Prüfung und Ausweichsuche
Vorhandene Frequenzen mit Prüfung und Ausweichsuche

Hier steht der Frequenzplan, der vor Ort schon läuft, für alle Räume zusammen. RF Lotse prüft ihn auf Konflikte, zeichnet ihn ins Spektrum und rechnet ihn bei jeder Ausweichsuche mit.

Einlesen

WegSo geht es
Datei„Importieren …" und eine CSV-Datei wählen, oder die Datei auf den Abschnitt ziehen. Erkannt werden Tabellen aus Wireless Workbench, Sennheiser WSM, Excel und ähnlichen Programmen, mit Komma oder Semikolon und mit deutschem Dezimalkomma. Die Spalten für Frequenz, Name und Raum werden an der Kopfzeile erkannt.
Einfügen„Einfügen", die Liste hineinkopieren und „Übernehmen". Das geht auch mit Text aus einem PDF, etwa RF01 514.125. Zeilen ohne Frequenz wie „ROMA / MILAN" gelten als Raumname für die folgenden Kanäle.

Neue Einträge kommen zur Liste hinzu, gleiche werden nicht doppelt übernommen. Die Liste bleibt gespeichert, auch nach einem Neustart. „Leeren" fängt neu an, „CSV" speichert die aktuelle Liste mit den alten Werten in einer eigenen Spalte.

Prüfung

Direkt nach dem Einlesen steht über der Liste, was nicht passt:

MeldungBedeutung
Doppelt (rot)zwei Kanäle auf derselben Frequenz, etwa in zwei Räumen
Zu eng (gelb)Abstand kleiner als der eingestellte Kanalabstand im Frequenzplan
IntermodulationstrefferProdukte aus zwei Sendern treffen einen dritten Kanal. Aufklappen zeigt jeden Treffer mit Abweichung in kHz.

Kanäle mit Konflikt tragen einen roten Punkt vor dem Namen.

Bearbeiten

AktionWirkung
Klick auf die Frequenzzoomt auf ±1 MHz um den Kanal
Doppelklick auf die FrequenzFrequenz ändern, Enter übernimmt, Esc bricht ab. Der alte Wert bleibt in Klammern stehen.
✕entfernt den Kanal
„anzeigen"blendet die violetten Linien im Spektrum ein und aus. Unter 40 MHz Breite stehen die Namen dabei.

Ausweichfrequenz finden

Für einen Kanal, auf dem ein fremder Sender liegt oder der doppelt vergeben ist:

  1. Den Bereich einstellen, in dem gesucht werden soll, etwa „Shure G56". Ist ein Datenbankband gewählt, das den Kanal enthält, wird nur in diesem Band gesucht.
  2. Ein bis zwei Minuten messen lassen, damit der Max-Hold alles sammelt.
  3. Unter „Frequenzplan" bei „Grundlage" wählen, worauf die Suche aufbauen soll: eigene Messung, geladener Scan oder beides.
  4. In der Liste der vorhandenen Frequenzen beim Kanal auf „Ausweichen".
  5. RF Lotse schlägt fünf Frequenzen vor (A1 bis A5, gestrichelt im Spektrum) und misst sie der Reihe nach gezielt nach, je etwa 8 Sekunden, bis drei frei sind. Ein belegter Kandidat rückt nach unten, der nächste wird gemessen. Die Ansicht springt dabei kurz auf jeden Kandidaten und kehrt danach zurück.
  6. In der Tabelle steht „frei", „belegt", „hier nicht messbar" oder „nicht nachgemessen", dazu der Abstand zum Grundrauschen. Freie Kandidaten stehen oben, belegte unten.
  7. „Übernehmen" ändert die Frequenz in der Liste. Die Prüfung läuft danach neu.
KriteriumVorgabe
Abstand zu allen vorhandenen KanälenKanalabstand aus dem Frequenzplan
Abstand zur alten Frequenz (Störer)1 MHz
Intermodulation 3. Ordnung aus zwei Sendern100 kHz in beide Richtungen, hart ausgeschlossen
Intermodulation 3. Ordnung aus drei Sendernwird gezählt (Spalte IM3), weniger ist besser
Pegel an der Frequenzhöchstens 6 dB über dem Grundrauschen der Umgebung
Umgebung bei eigener Messungunter dem Wert „frei unter" aus dem Frequenzplan, sonst liegt der Kandidat in einem breiten Signal wie Fernsehen
Umgebung bei geladenem Scanhöchstens 6 dB über dem ruhigen Teil des ganzen Scans
Bereiche, in denen der RF Explorer blind ist (Boden unter −140 dBm, Überlauf)die eigene Messung zählt dort nicht. Ohne geladenen Scan wird dort nichts vorgeschlagen, in der Nachmessung steht „hier nicht messbar“.

Bei gleicher Zahl an IM3-Treffern stehen Frequenzen nah am alten Kanal vorne, denn dort stimmt das Gerät sicher ab. Bei vielen Sendern, etwa 50 in mehreren Räumen, lassen sich Produkte aus drei Sendern nirgends ganz vermeiden. Die Zahl dient dann nur zum Vergleich.

Die Nachmessung lässt sich mit „Nachmessung abbrechen" beenden und mit „Nochmal messen" wiederholen. Der Max-Hold beginnt danach von vorn.

Scans anderer Geräte

Die Empfänger von Shure (etwa AD4Q, ULX-D) und Sennheiser (etwa EM 6000, D9000, EW-DX) scannen das UHF-Band selbst und sind dort empfindlicher als der RF Explorer. Ihre Scans lassen sich als grüne Kurve über die eigene Messung legen.

SoftwareDateiSo kommt der Scan heraus
Shure Wireless Workbench 7.sdb3Scan speichern, Workbench legt ihn als .sdb3 ab. Einen CSV-Export für Scans hat Workbench nicht.
ältere Workbench-Fassungen.sdb2ebenso
Sennheiser WSM.csvim Professional Setup den Scan exportieren. Die Datei hat Kopfzeilen und Frequenzen in kHz.
andere Geräte, RF Explorer, Konverter.csv, .txtje Zeile Frequenz und Pegel, etwa 470.000,-109.0
  1. In RF Lotse über dem Spektrum „Scan laden …" wählen oder die Datei auf das Spektrum ziehen.
  2. Neben dem Häkchen stehen Gerät und Startzeit des Scans. Mehrere Antennen oder Datensätze werden zu einer Kurve zusammengefasst.
  3. Der Scan bleibt gespeichert, bis er mit ✕ entfernt wird.

Ein geladener Scan kann Grundlage der Ausweichsuche sein (siehe oben). Das lohnt sich vor allem, wenn schwaches Fernsehen im Spiel ist: Der AD4Q zeigt es, der RF Explorer oft nicht.

Geprüft ist der Import an einer echten .sdb3-Datei eines AD4Q. Die Formate .sdb2 und WSM-CSV sind nach veröffentlichten Beschreibungen und Open-Source-Konvertern umgesetzt und noch nicht an einer echten Datei getestet. Speichert WSM die Pegel in „dB" statt „dBm", liest RF Lotse sie als dBµV und rechnet in dBm um. Ob das stimmt, ist nicht belegt.

Frequenzlisten aus WSM („Export list …", Frequenzen in kHz) und reine Listen mit einer Frequenz je Zeile lassen sich unter „Vorhandene Frequenzen" einlesen.

Frequenzplan

Frequenzplan mit acht Kanälen und vier Ersatzfrequenzen
Frequenzplan mit acht Kanälen und vier Ersatzfrequenzen

RF Lotse sucht im gemessenen Spektrum neue Frequenzen, die frei sind und sich untereinander vertragen.

  1. Den gewünschten Bereich einstellen oder ein Band aus der Datenbank wählen.
  2. Einige Durchläufe abwarten. Grundlage ist der Max-Hold, je länger gemessen wurde, desto sicherer der Plan.
  3. Anzahl der Kanäle und Ersatzfrequenzen, Kanalabstand, Raster und die Schwelle für „frei" einstellen.
  4. Unter „Bereich" wählen: der sichtbare Bereich oder das zuletzt gewählte Datenbankband. Beim Band wird dessen Raster übernommen.
  5. „Berechnen". Die Kanäle erscheinen grün im Spektrum, die Ersatzfrequenzen gelb gestrichelt.
KriteriumVorgabe
Kanalabstand400 kHz, einstellbar
Intermodulation 3. Ordnung aus zwei Sendern100 kHz Abstand zu jedem Kanal
Intermodulation 3. Ordnung aus drei Sendern50 kHz Abstand zu jedem Kanal
Abstand zu starken Signalen (über −60 dBm, etwa TV)1 MHz
Abstand zu schwachen Fremdträgern300 kHz

Der Frequenzplan rechnet nur mit der eigenen Messung und den neuen Kanälen untereinander. Für einen einzelnen Kanal in einem bestehenden Plan ist die Ausweichsuche der bessere Weg, sie berücksichtigt alle vorhandenen Frequenzen.

Empfohlene Kanalabstände der Hersteller:

SystemAbstand
Shure Axient Digital, ULX-D350 kHz, im High-Density-Modus 125 kHz
Sennheiser EW-D, EW-DX, Digital 9000600 kHz
Sennheiser Digital 6000400 kHz

„CSV" speichert den Plan als Tabelle, etwa für Wireless Workbench. „Alle beobachten" startet für jeden Kanal eine Beobachtung. „Ausblenden" entfernt den Plan aus dem Spektrum.

Marker und Beobachtung

Ein Klick ins Spektrum setzt einen Marker, „+ Marker“ legt einen in der Mitte des Ausschnitts an und öffnet gleich die Frequenz zum Eintippen. Die Anzahl ist nicht begrenzt, ab dem dreizehnten Marker wiederholen sich die Farben. Die Marker bleiben auch nach dem Schließen der App erhalten und werden im Projekt mit Name und Farbe gespeichert. In der Seitenleiste zeigt jeder Marker den aktuellen Pegel und den Max-Hold an seiner Frequenz. Fährt man mit der Maus über die Markerliste, erscheint der Abstand der letzten beiden Marker in kHz.

Markerliste mit Namen und Farben, im Spektrum stehen die Namen an den Linien
Markerliste mit Namen und Farben, im Spektrum stehen die Namen an den Linien
BedienungWirkung
Klick auf die Frequenzmacht sie zum Eingabefeld. Eingabe mit Punkt oder Komma oder ohne Trennzeichen in kHz (508700), Eingabetaste übernimmt, Esc bricht ab
Feld „Name“etwa „Mikro 3“ oder „IEM 1“. Der Name steht auch im Spektrum an der Linie
Klick auf die Nummeröffnet die Farbauswahl. Der erste Punkt stellt das übliche Orange wieder her
Zeile ziehenändert die Reihenfolge. Die Nummern folgen ihr, so passen sie zu den Mikrofonen
Fokuszoomt auf ±1 MHz um den Marker, die Messung wird dadurch deutlich schneller
Beobachtenverfolgt den Pegel dieser Frequenz über die Zeit
✕entfernt den Marker

Aussetzer finden

Die Beobachtung ist für Strecken gedacht, die immer wieder kurz ausfallen. RF Lotse misst die Frequenz bei jedem Durchlauf und vergleicht den Pegel mit einer Schwelle. Die Schwelle steht anfangs 15 dB unter dem gemessenen Pegel und lässt sich bei jeder Beobachtung ändern.

Tipp: Mit „Fokus" auf die Frequenz zoomen und dann beobachten. Bei schmalem Bereich misst RF Lotse mehrmals pro Sekunde, kurze Aussetzer werden so sicher erfasst. Die Beobachtung läuft nur, solange die Frequenz im sichtbaren Bereich liegt.

Alle Ereignisse werden zusätzlich in einer Protokolldatei je Tag gespeichert (siehe „Dateien und Ordner").

Projekte

Ein Projekt fasst alles zusammen, was zu einem Einsatzort gehört: Bereich und Auflösung, Marker, vorhandene Frequenzen, Frequenzplan mit seinen Einstellungen, geladenen Scan, eingeblendete Datenbankeinträge, Land und Zuteilungen sowie die Beobachtungen.

Die Befehle stehen in der Menüleiste unter „Ablage“ (Mac) oder „Datei“ (Windows).

BefehlWirkung
Neues Projekt …leert Marker, vorhandene Frequenzen, Frequenzplan, Beobachtungen, eingeblendete Bänder, einen geladenen Scan, Max-Hold und Wasserfall. Einstellungen, Voreinstellungen, Land und Frequenzbereich bleiben. Vorher fragt RF Lotse, ob gespeichert werden soll.
Projekt sichern … (Windows: speichern …)schreibt alles in eine Datei mit der Endung .rflotse
Projekt öffnen …lädt eine solche Datei und ersetzt den aktuellen Stand

Der Name des geöffneten Projekts steht im Fenstertitel. Beim nächsten Speichern schlägt RF Lotse denselben Namen vor. Die Datei ist lesbarer Text (JSON) und lässt sich per Mail an Kollegen schicken.

Beim Öffnen prüft RF Lotse jede Angabe auf den erwarteten Typ. Unpassende Einträge, etwa Text statt einer Frequenz, werden übergangen, und Text aus der Datei wird nie als Programmcode ausgeführt. Eine Projektdatei aus unbekannter Quelle kann deshalb nichts anrichten, sie ersetzt aber wie jede Projektdatei den aktuellen Stand.

Aufnahme und Wiedergabe

„Aufnahme" schreibt jeden Durchlauf mit Zeitstempel in eine Datei. So kann man eine Messung vom Vorabend in Ruhe auswerten oder einem Kollegen zeigen.

Die Aufnahmen bleiben beim Schließen der App erhalten. Der Abschnitt „Aufnahmen“ in der Seitenleiste listet sie mit Datum, Uhrzeit, Frequenzbereich, Dauer und Größe:

KnopfWirkung
Abspielenspielt die Aufnahme ab, Spektrum und Wasserfall laufen wie bei der Messung. Zurück zum Gerät über die Auswahl der Quelle oben rechts.
Zeigenzeigt die Datei im Finder bzw. Explorer, etwa zum Weitergeben oder Löschen

Läuft beim Schließen eine Aufnahme, setzt RF Lotse sie beim nächsten Start in einer neuen Datei fort. Abgespielt werden kann eine Aufnahme auch weiterhin über die Auswahl der Quelle oben rechts.

Einstellungen

Fenster Einstellungen
Fenster Einstellungen

Das Zahnrad oben rechts öffnet die Einstellungen, ebenso ⌘ und Komma auf dem Mac oder Strg und Komma unter Windows. In der Menüleiste stehen sie auf dem Mac wie gewohnt unter „RF Lotse“ > „Einstellungen …“, unter Windows unter „Datei“. Jede Änderung gilt sofort und bleibt gespeichert.

EinstellungWirkungVorgabe
Auf das Band springenEin Klick auf einen Datenbankeintrag zoomt auf das Band. Ausgeschaltet wird es nur eingeblendet.an
Mausrad zoomt ohne TasteDas Mausrad zoomt in Spektrum und Wasserfall auch ohne Strg oder ⌘. Im Wasserfall blättert man dann durch Ziehen.aus
Max-Hold beim Zoomen und Verschieben behaltenRF Lotse merkt sich den Max-Hold jedes Ausschnitts und füllt einen neuen Ausschnitt damit vor. Nach dem Hineinzoomen erscheint ein Wert aus einer groben Ansicht als Stufe über sein ganzes Messfenster, genauer hat das Gerät ihn nicht gemessen. „Hold zurücksetzen“ oder die Taste r löschen auch das Gedächtnis. Beim Nachmessen von Ausweichfrequenzen beginnt der Hold immer frisch. Ausgeschaltet beginnt er nach jedem Zoomen von vorn.an
Wasserfall reicht zurückWie weit der Wasserfall in die Vergangenheit reicht: 1, 4, 12 oder 24 Stunden. Ältere Zeilen werden verdichtet, siehe Abschnitt Wasserfall.12 h
SpracheDeutsch oder EnglischSprache des Systems
Beim Startlädt den zuletzt angezeigten Bereich oder einen festen Bereichzuletzt angezeigt
Land für die Zuteilungenwie die Auswahl unter „Datenbank“Deutschland
Kanalabstand als VorgabeAbstand im Frequenzplan und in der Prüfung der vorhandenen Frequenzen beim Start. Ein Projekt bringt seinen eigenen Wert mit.400 kHz

„Alle Einstellungen zurücksetzen“ verlangt einen zweiten Klick und stellt alles auf die Vorgaben, auch Farbskala, Fensteraufteilung, zugeklappte Abschnitte und WLAN-Kanalbreite. Marker, vorhandene Frequenzen, der geladene Scan und eigene Voreinstellungen bleiben erhalten.

Dateien und Ordner

PfadInhalt
Dokumente/RF Lotse/Aufnahmen/aufnahme_*.jsonlAufnahmen, über die Quellenauswahl wieder abspielbar
Dokumente/RF Lotse/Aufnahmen/ereignisse_JJJJ-MM-TT.logEreignisprotokoll je Tag
Dokumente/RF Lotse/rf_lotse.logProgrammprotokoll, hilfreich bei Fehlermeldungen. Der Link „Protokoll“ unten in der Seitenleiste zeigt die Datei im Finder bzw. Explorer.

In der Fassung aus dem Mac App Store liegen dieselben Dateien im abgeschotteten Bereich der App: ~/Library/Containers/de.dss-info.rflotse/Data/Documents/RF Lotse/ und …/Data/Library/Application Support/RF Lotse/.

Vorhandene Frequenzen, geladener Scan, Ansicht, Land und Sprache speichert die App in einstellungen.json: auf dem Mac unter ~/Library/Application Support/RF Lotse/, unter Windows unter %APPDATA%\RF Lotse\.

Grenzen und Hinweise

Rechtliches

Offene Punkte

PunktStand
WSM-Scan und .sdb2 an echten Dateien prüfenoffen
Signatur der Windows-Fassungoffen, bis dahin Warnung beim ersten Start
Überwachung mit Alarm per Mitteilung oder Mailgeplant
Kanalabstand automatisch aus der Datenbank übernehmengeplant
Bericht im DSS-Layout direkt aus dem Programmgeplant

Nächste Schritte

  1. Rückmeldungen aus dem ersten Einsatz sammeln.
  2. Programm an Kollegen verteilen.
  3. Datenbank und Zuteilungen regelmäßig ergänzen.